Konferenz über „Buddhismus im Dialog mit zeitgenössischen Gesellschaften“ in Hamburg

Ursula Richard


Foto: Heike Spingies

„Gehört der Buddhismus zu Deutschland“ – so lautete der Titel der Antrittsvorlesung von Carola Roloff (Jampa Tsedroen), mit der sie, ihre neue Gastprofessur einleitend, vor vielen interessierten Zuhörern über die Relevanz des Buddhismus für Hamburg im Besonderen und unsere westliche Gesellschaft im Allgemeinen sprach. Ihr Vortrag erwies sich als eine sehr gute Einführung in die von ihr organisierte Konferenz zum Thema „Buddhism in Dialogue with Contemporary Societies“, die vom 20. bis 22. Juni stattfand. Veranstaltet wurde sie von der Akademie der Weltreligionen und Numata-Zentrum für Buddhismuskunde, beides Einrichtungen der Universität Hamburg.

Den Veranstaltern (und vor allem Carola Roloff) war es gelungen, renommierte buddhistische Gelehrte, Lehrende und Wissenschaftler – unter ihnen Bhikkhu Bodhi, Jay Garfield, Alan Wallace, Salli B. King, Karma Lekshe Tsomo – zusammenzubringen, um darüber zu sprechen und sich auszutauschen, welche Aspekte buddhistischer Lehren zur Bewältigung der mannigfachen Herausforderungen, mit denen wir als Einzelne und als Gesellschaft heute zu tun haben, heilsame Impulse geben können. Aber es ging auch darum, welche Anpassungsprozesse der Buddhismus dabei möglicherweise zu vollziehen hat, um gegenwarts- und zukunftsfähig zu sein und zu bleiben.

Bhikkhu Bodhi hatte in seinem einführenden Vortrag von drei Strömungen im gegenwärtigen Buddhismus gesprochen: traditionelle, säkulare und immanente. Diese Unterscheidung erwies sich als sehr hilfreich, um zu verstehen, warum und vor welchem Hintergrund manche Buddhisten, Konzepte wie Karma und Wiedergeburt für unverzichtbare Kernlehren halten, während andere sie für verzichtbar beziehungsweise sogar hinderlich für den Dialog zwischen Buddhismus und Wissenschaft und Buddhismus und säkulare Gesellschaft halten.

Die auf dieser Konferenz aufgeworfenen Fragen und Problemfelder werden die Inkulturation des Buddhismus hier bei uns im Westen sicher noch eine Weile begleiten. Eine Fortsetzung der Konferenz zur Vertiefung wäre sehr zu wünschen. Geplant ist eine Buchpublikation mit den Beiträgen der Referenten.

Links:
Einführungsvortrag von Carola Roloff
Videos aller Beiträge

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