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Hamburg gilt als eine Hochburg des Buddhismus in Europa. Vor über hundert Jahren wurde hier die erste buddhistische Gemeinschaft gegründet. Heute existieren in unserer Stadt mehr als 50 buddhistische Zentren und Gruppen verschiedener Schulen, die unterschiedliche Zugänge zur Lehre Buddhas bieten. Sie entstammen allen wichtigen Traditionen, die weltweit vertreten sind. Auch an der Universität ist der Buddhismus Forschungsgegenstand – sowohl am Numata-Zentrum für Buddhismuskunde als auch an der Akademie der Weltreligionen.

Der Buddhismus ist Teil des geistig-kulturellen Lebens in der Hansestadt. Buddhistische Zentren und Gruppen bieten nicht nur Meditationen, Zeremonien und Lehrveranstaltungen in der jeweils eigenen Tradition, sondern engagieren sich auch in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Beispiele: Seelsorge, praktische Hilfe, Wohnprojekte, Sterbebegleitung, therapeutische Angebote, Beteiligung am Religionsunterricht an Schulen. Besonders bei asiatischen Buddhisten stehen, neben der religiösen Praxis, Integration, Sozialarbeit, Spracherwerb und die Pflege der Kultur ihrer Herkunftsländer im Vordergrund.

Die unterschiedlichen buddhistischen Zentren feiern nicht nur regelmäßig zusammen Vesakh – den Geburts-, Erleuchtungs- und Sterbetag des historischen Buddha – sondern verwirklichen vermehrt weitere, gemeinsame Projekte. Die Buddhistische Religionsgemeinschaft Hamburg bemüht sich zurzeit darum, mit dem Hamburger Senat einen Grundlagenvertrag abzuschließen, um die Anerkennung der buddhistischen Vereinigungen als Religionsgemeinschaft zu erreichen. In mehreren westlichen Ländern sind buddhistische Organisationen bereits als Religionsgemeinschaften staatlich anerkannt.

Auf den nächsten Seiten finden sich viele Informationen zu diesem Thema.

 

Aktuelle Meldungen

Filmpremiere von „Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit“

25. Januar 2018


Die Regisseure Marta Gyögy-Kessler und Adam Penny (Mitte) mit Thomas Wallbrecher und Andrea Koenig vom BRG-Vorstand. Foto: Matt Balara

Am 10. Januar feierte „Hannah – Ein buddhistischer Weg zur Freiheit“ seine Hamburg-Premiere im Abaton-Kino. Die preisgekrönte Dokumentation zeichnet den buddhistischen Lebensweg der Dänin Hannah Nydahl nach. Hannah und ihr Mann Lama Ole Nydahl trafen Ende der 1960er-Jahre den 16. Karmapa und wurden seine ersten westlichen Schüler. Seither haben sie fast 700 buddhistische Zentren rund um die Welt gegründet, Hannah war bis zu ihrem Tod im Jahr 2007 eine enge Vertraute der Rinpoches der Karma-Kagyü-Linie und übersetzte für sie.

Historische Film- und Fotoaufnahmen, nachgestellte Szenen und Interviews mit Familie und Weggefährten zeichnen das Portrait einer beeindruckenden Frau, die ihr Leben der Verbreitung der buddhistischen Lehre verschrieben hat.

Nach der Vorführung erzählten die Regisseure Marta György-Kessler und Adam Penny von der Entstehung des Films und beantworteten im vollbesetzten Kinosaal Fragen aus dem Publikum. Auch der BRG-Vorstand war fast komplett erschienen. Volker Junge (BRG-Vorstandsmitglied aus der BGH): „Der Film hat mich sehr berührt. Ich wusste bisher gar nicht, was Hannah Nydahl alles geleistet hat.“

„Hannah“ läuft seit dem 18. Januar im Abaton, in den Zeise-Kinos und in der Koralle.


1-jähriges Jubiläum Buddha-Talk

24. Januar 2018


Buddha-Talk Podiumsdiskussion zum Thema „Machtmissbrauch“ mit Sensei Corinne Frottier, Prof. Steffen Döll, Wolfgang Krohn, Dr. Carola Roloff, Raimund Hopf, Ursula Richard, Felix Baritsch, Gabrielle Maass, Verena Chi Ka Förderer. Foto: Nils Clausen

Was manche nicht für möglich hielten, hat der Hamburger Buddha-Talk geschafft: innerhalb eines Jahres ganze 51 Veranstaltungen zu organisieren. Eine beachtliche Leistung – zumal das Programm sehr vielseitig war. Neben dem üblichen Buddha-Talk-Format, bei dem einzelne Rednerinnen und Redner Vorträge halten, über die im Anschluss diskutiert werden kann, gab es auch noch zwei besondere Veranstaltungen. Am 13. Juli 2017 hielt S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche in der Uni Hamburg einen Vortrag über Buddhismus und Ökologie, der anschließend von Prof. Jan-Ulrich Sobisch vertieft wurde. Und am 19. November 2017 fand im SGI Kulturzentrum ein Vortrag von Prof. Steffen Döll mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Machtmissbrauch“ statt. Beide „Special Events“ waren sehr gut besucht und haben auch für mediale Aufmerksamkeit gesorgt.

Hinter Buddha-Talk steckt Jinavaro Raimund Hopf mit seiner Hamburger Suttanta Gemeinschaft. Obwohl die Gruppe eher aus dem Theravada-Buddhismus stammt, ist der Buddha-Talk (oder der Ansatz des Buddha-Talk) konsequent traditionsübergreifend. Es kommen Lehrende aus allen Traditionen und es wird viel mehr über Gemeinsamkeiten als über Unterschiede gesprochen. Das ist auch der Grund, warum die Buddha-Talk-Initiative gerne von der BRG Hamburg unterstützt und partnerschaftlich begleitet wird. Ein großer Anteil der Vortragenden sind Lehrerinnen und Lehrer aus den BRG-Mitgliedsgemeinschaften.

Wir wünschen dem Buddha-Talk viel Erfolg und Erfüllung bei seiner zukünftigen Tätigkeit und hoffen, dass wir noch lange so ertragreich und fruchtbar zusammenarbeiten können wie im letzten Jahr.

Links:
https://www.buddha-talk.de/
http://www.bghh.de/gruppen/suttanta/


Einweihung der Hellmuth-Hecker-Bibliothek in Hamburg

11. Januar 2018


Einweihungszeremonie in der Bibliothek (© Nils Clausen)

Um an den großen Hamburger Buddhisten Dr. Hellmuth Hecker zu erinnern, der genau ein Jahr zuvor verstorben war, wurde am 7. Januar 2018 in den Räumen der Buddhistischen Gesellschaft Hamburg (BGH) die Hellmuth-Hecker-Bibliothek eingeweiht. Rund 40 Gäste waren erschienen, um am ganztägigen Programm teilzunehmen. Am Nachmittag war der feierliche Moment gekommen: nachdem ein Band vor dem Eingang zur Bibliothek durchgeschnitten wurde, brachte der Ehrengast Dr. Bhante Seelawansa ein Schild mit dem neuen Namen an der Tür an.

Im Inneren der Bibliothek gab es eine kurze Rede des BGH-Vorsitzenden Helmut Jenisch, gefolgt von einer Ansprache von Dr. Bhante Seelawansa. Er erinnerte an die großen Verdienste des Verstorbenen um den Buddhismus, die Deutsche Buddhistische Union und die BGH. Zusammen mit Paul Debes und Fritz Schäfer wurden viele Grundlagen für die fruchtbare Entwicklung des Buddhismus in Deutschland gelegt. Viele der von Hellmuth Hecker verfassten Bücher und Übersetzungen sind noch heute Standardwerke.

Die Dankbarkeit für diese außerordentlichen Leistungen und die tiefe Verbundenheit mit dem Menschen Hellmuth Hecker waren während der Gedenkzeremonie deutlich zu spüren. Genau wie der Segen, der auf dieser besonderen Bibliothek liegt.

Links zum Thema:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmuth_Hecker
https://www.buddhismus-deutschland.de/hellmuth-hecker-ein-nachruf/
https://www.kulturlotse.de/event/meditation-und-namensgebung-hellmuthheckerbibliothek-1795663260546729078


Links im Bild: Dr. Bhante Seelawansa (© Nils Clausen)


Gegen Gewalt in Myanmar!

10. November 2017

Die BRG Hamburg äußert sich laut Satzung eigentlich nicht zu politischen Themen. Bei den aktuellen Vorkommnissen in Myanmar wollen wir eine Ausnahme machen und uns der Position der Europäischen Buddhistischen Union anschließen, die eine Erklärung veröffentlicht hat:

http://europeanbuddhism.org/news/ebu-condemns-violence-in-myanmar/


Gründung der Buddhistischen Religionsgemeinschaft Hamburg

29. Mai 2017


Bild: Gründungsversammlung der Buddhistischen Religionsgemeinschaft Hamburg am 6. Mai 2017.

Nach drei Jahren Vorbereitungszeit ist es im Mai 2017 geschafft: die Vereinsgründung ist vollzogen, wir sind im Vereinsregister eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Seitdem hat es bereits mehrere Vorstandssitzungen gegeben und wir haben Koordinatoren für unsere Themen und Projekte benannt.

Erste Amtshandlung war ein Brief an die Bildungsbehörde, in dem wir unsere Absicht bekräftigt haben, am Religionsunterricht für die Hamburger Schulen beteiligt zu werden. Die Behörde hat bereits geantwortet und wir bereiten uns darauf vor, demnächst persönlich zusammenzukommen. Über dieses und andere Themen werden wir zukünftig regelmäßig berichten.


Rufen Sie uns an:
040 - 644 922 50
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